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10. Januar 2012 Pressemeldungen, Prof. Dr. Fritz Tack

Einsatz von Antibiotika muss konsequent reduziert werden

Die kurz vor Eröffnung der Grünen Woche in Berlin bekannt gewordenen Ergebnisse von Stichprobenprüfungen zu Keimbelastungen auf rohem Geflügelfleisch unterstreichen die Auffassung der Linksfraktion, dass der Einsatz von Antibiotika konsequent reduziert werden muss. „Antibiotika dürfen in der Tierhaltung nicht unsachgemäß und vorbeugend eingesetzt werden“, betonte der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack, am Dienstag in Schwerin.

Die Linksfraktion ist bereits im vergangenen Jahr aktiv geworden und hat den Einsatz von Antibiotika in der gesamten Tierhaltung des Landes auf die Tagesordnung gesetzt. „In einer Sondersitzung des Agrarausschusses haben wir begonnen, die Situation zu analysieren und erste Maßnahmen festzulegen“, so Tack. Bereits heute sei klar, dass der gehäufte Einsatz solcher Arzneimittel auf Mängel bei den Haltungsbedingungen und beim Management der Landwirte hinweist. „Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionskrankheiten in Nutztierbeständen müssen deshalb an erster Stelle stehen“, sagte Tack. Dazu gehörten Verbesserungen der Stallhygiene, des Bestandsmanagements und eine integrierte tierärztliche Bestandsbetreuung.

Tack erwartet, dass diese Maßnahmen inzwischen eingeleitet wurden und Bestandteile der Untersuchungen im Land sind. „Alle Festlegungen müssen sich an der Reduzierung des Medikamenteneinsatzes messen lassen und klare Anforderungen an das Bestandsmanagement beinhalten“, so Tack. Auch die zu überarbeitenden Förderkriterien für Stallneubauten im Lande müssten sich daran messen lassen.

Agrarexperte Tack weist darauf hin, dass bei rohem Geflügelfleisch generell eine Keimbelastung zu erwarten ist, die aber bei der vorgeschriebenen Zubereitung unbedenklich ist.