Nach Ansicht der sozialpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Karen Stramm, ist das Vorhaben der Landesregierung, die Förderung der Schuldnerberatungsstellen erneut kürzen zu wollen, unverantwortlich gegenüber den Hilfebedürftigen, aber auch den Beschäftigten in den Beratungsstellen.
Inzwischen sei es schon fast ein unerträgliches Ritual, dass alle Beteiligten zu Beginn eines Jahres mit der Ankündigung von Kürzungen bedroht werden. „Dabei ist der Landesregierung bekannt, dass die Träger an langfristige Arbeitsverträge gebunden sind und zudem in nicht unerheblichem Maß in finanzielle Vorleistungen gehen müssen, um die Beratungsstellen überhaupt aufrecht erhalten zu können“, sagte Frau Stramm.
Die Sozialpolitikerin fordert die Landesregierung auf, das Jahr 2012 mit den gleichen Förderkonditionen auszugestalten wie 2011. Zudem müsse das anhaltende Tauziehen der Beratungsstellen mit dem Ministerium um eine auskömmliche Landesförderung endlich ein Ende haben. „Das Land muss endlich den sozialen, aber auch materiellen Wert dieses Fachdienstes anerkennen, denn dem Land werden langfristig hohe Kosten erspart“, betonte Frau Stramm.