Ein Jahr nach der Fusion der AOK Mecklenburg-Vorpommern mit der AOK Berlin-Brandenburg ließen sich die Abgeordneten im Sozialausschuss des Landtags im Rahmen einer öffentlichen Anhörung über die Auswirkungen dieser Fusion für die Versicherten im Land informieren.
„Die Vertreter der AOK haben deutlich gemacht, dass die Fusion notwendig war, um bei der Kranken- und Pflegekasse mit den meisten Versicherten in MV Zusatzbeiträge zu vermeiden“, erklärte die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Karen Stramm, am Mittwoch in Schwerin. Da es in der Vergangenheit immer wieder irreführende Informationen zu den laufenden Verhandlungen um die Vergütung der häuslichen Krankenpflege gegeben hat, war dieses Thema Schwerpunkt in der Anhörung. „Die Vertreter der AOK haben heute klargestellt, dass sie die Pflegestandards und damit das bestehende Vergütungsniveau keinesfalls absenken wollen.“ Vielmehr gehe es bei den Verhandlungen mit den Vertretern der Pflegeeinrichtungen um die Höhe der Zuschläge. „Wenn die Pflegeunternehmen diese Erhöhung dann auch an ihre Beschäftigten weitergeben, ist das eine sehr gute Nachricht für die Pflegekräfte und für die Gepflegten“, betonte Frau Stramm.
„Die Stellungnahmen zeigen, dass die AOK in MV gut aufgestellt ist“, sagte Frau Stramm. So gebe es für AOK-Versicherte Leistungen, die andere Kranken- oder Pflegekassen nicht anbieten. Als Beispiele nannte sie die ambulante geriatrische Komplexbehandlung, den landesweiten Einsatz der nichtärztlichen Praxisassistentinnen oder die unabhängige Pflegeberatung in den Pflegestützpunkten.