28. März 2012

Pflegereform des Bundes ist Schlag ins Gesicht für die Pflegebedürftigen

Mit der heute vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachten Pflegereform versucht die Bundesregierung nach Ansicht der sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Karen Stramm, die Pflegebedürftigen und die Pflegenden billig abzuspeisen. 

„Das Jahr der Pflege 2011 hat die Bundesregierung mit Nichtstun verstreichen lassen“, so Frau Stramm. Und jetzt legt sie einen Entwurf vor, der einem Schlag ins Gesicht der Pflegebedürftigen, aber auch der Beschäftigten gleichkommt. „Darin ist keine Veränderung des Begriffes der Pflegebedürftigkeit vorgesehen, obwohl dies in der Fachwelt seit Jahren gefordert wird. Der Begriff muss weg von der Orientierung an den Defiziten, hin zu den verbliebenen Möglichkeiten der Pflegebedürftigen.“ 

Die Bundesregierung täusche vor, etwas im Interesse der Pflegebedürftigen zu tun. „In Wahrheit verschafft sie der Versicherungswirtschaft neue Aufträge, indem sie private Zusatzversicherungen fördern will“, so Frau Stramm.