28. November 2011

Land und Kommunen gemeinsam für Erhalt der Theater und Orchester

Zu dem im Auftrag des Landesrechnungshofs erstellten Gutachten zur Zukunft der Theater und Orchester in Mecklenburg-Vorpommern erklärt der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:
„Das vom Landesrechnungshof in Auftrag gegebene Gutachten zur Zukunft der Theater und Orchester liegt den Abgeordneten nicht zur Einschätzung vor, wird aber bereits in den Medien diskutiert. Unabhängig davon geht meine Fraktion davon aus, dass der Erhalt der Theater- und Orchesterlandschaft eine gemeinsame Anstrengung von Land und Kommunen sein muss. Die Kommunen haben in den vergangenen Jahren ihr finanzielles Engagement auf zuletzt 26,5 Mio. Euro gesteigert, während das Land über das Finanzausgleichsgesetz seit 1994 dieselbe Summe von 35,8 Mio. Euro bereitstellt. Betont werden muss, dass die so ausgereichte Landesförderung ausschließlich kommunale Gelder sind. Streng genommen, verdient der Begriff Landesförderung seinen Namen nicht.

Die Linksfraktion warnt davor, am Grünen Tisch erarbeitete Strukturmodelle allein zur Handlungsgrundlage zu erheben. Deshalb bekräftigen wir die Forderung eines umfassenden Theatergipfels. An den Tisch gehören Träger, Intendanten und Vertreter der Beschäftigten, um zukunftsfähige Lösungen zu erarbeiten.

Es bestehen Zweifel, ob die von einigen favorisierte Zusammenlegung von Orchestern angesichts bestehender Haustarifverträge rechtlich überhaupt zulässig ist. Auch hierüber müsste sich ein Theatergipfel aufgrund belastbarer Analysen verständigen. Um die Theater- und Orchesterlandschaft in ihrer Vielfalt zu bewahren solle besser darüber nachgedacht werden, unter welchen Bedingungen und in welcher Struktur alle bisher existierenden Orchester eine Zukunft haben können. Das Bildungsministerium muss diesen Prozess moderieren.“