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26. Januar 2012 Pressemeldungen, Helmut Holter

Erinnern und Mahnen am Holocaust-Gedenktag sind wichtiger denn je

Morgen wird der Internationale Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Am 27. Januar 1945 befreiten die Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, des größten Vernichtungslagers des Nazi-Regimes. Dazu erklärt der Vorsitzende der Linksfraktion, Helmut Holter:

„Am Internationalen Holocaust-Gedenktag erinnern wir an die unzähligen Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes. Auschwitz ist das Synonym für den Massenmord der Nazis an den europäischen Jüdinnen und Juden, Auschwitz steht unmittelbar für die größten Verbrechen der Menschheit im 20. Jahrhundert. Es ist erschreckend, dass der Begriff ‚Auschwitz‘ heute jedem 5. jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren nicht geläufig ist, wie aus einer Umfrage hervorgeht. Dies macht deutlich, wie wichtig es ist, stets und auch am morgigen Gedenktag aufzuklären, zu erinnern und zu mahnen, wohin rechtsextremistisches Denken und Handeln, wohin Intoleranz, Hass und Gewalt führen. Die verbreitete Unkenntnis über die Geschichte, über die Gräueltaten der Nazis zeigt auch, dass politische Bildung in Deutschland und in Mecklenburg-Vorpommern verstärkt werden muss.

Der wieder erstarkende Rechtsextremismus, die Versuche der neuen Nazis, das menschenverachtende Gedankengut des Nationalsozialismus wieder salonfähig zu machen, müssen von allen Demokratinnen und Demokraten entschieden bekämpft werden. Dazu gehört in MV auch, dass das Landesprogramm ‚Demokratie und Toleranz gemeinsam stärken‘ konsequent umgesetzt werden muss. Deshalb muss, wie es auch im Bericht der Landesregierung zur Umsetzung des Programms heißt, das Konzept der Regionalzentren stetig weiter entwickelt werden. Eine grundlegende Voraussetzung dafür ist, dass die finanzielle Förderung zur Untersetzung des Landesprogramms auch nach dem Auslaufen der ESF-Förderperiode ab dem Jahr 2013 sichergestellt wird.“