12. Oktober 2017

Ob Arndt oder nicht – Zwangsrücklage bedroht Uni Greifswald

Zu der im Doppelhaushalt 2018/2019 drohenden Zwangsrücklage für die Universität Greifswald erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Karsten Kolbe: 

„Damit die Hochschulen des Landes voll handlungsfähig bleiben, brauchen sie uneingeschränkten Zugriff auf die Ihnen zugewiesenen Landesmittel und keine versteckte Kürzung durch eine verordnete Rücklage. Die Zwangsrücklage bedeutet womöglich keine Neueinstellungen und Vertragsverlängerungen sowie verzögerte oder reduzierte Investitionen. Auf der Strecke bleiben die Angestellten der Universität und die Qualität von Lehre und Forschung.

Der Appell des Rektorats der Uni Greifswald, die wirklich wichtigen Dinge bei der sehr emotional geführten Diskussion um Arndt nicht zu vergessen, findet meine volle Unterstützung. Ob die Universität nun einen Namenspatron hat oder nicht – spätestens wenn die Universität die hochschulfeindlichen Rücklagenpläne der Landesregierung umsetzen muss, dürfte das zweitrangig sein. Wenn ich die Miete nicht mehr zahlen kann, interessiert mich der Name auf dem Klingelschild auch nicht mehr.

Meine Fraktion hat daher für den 1. November 2017 eine öffentliche Anhörung der Hochschulleitungen im Bildungsausschuss beantragt. Die Betroffenen haben hier Gelegenheit, ihre Sicht auf die Pläne der Landesregierung darzulegen. Es muss endlich öffentlich werden, was die Zwangsrücklage für die Hochschulen und die Wissenschaft in M-V bedeutet.“