12. Oktober 2017

Linksfraktion fordert Sucht- und Drogenbeauftragten für M-V

Zur Anhörung „Situation und Herausforderungen im Bereich der Gesundheitsförderung, Prävention und Suchtbekämpfung“ heute im Wirtschaftsausschuss erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin: 

„Die Landesregierung muss sich bei der Gesundheitsförderung, Prävention und Suchtbekämpfung mehr ins Zeug legen. Die Akteure im Land, die eine engagierte und aufopferungsvolle Arbeit leisten, brauchen verlässliche Unterstützung. Deshalb fordert meine Fraktion die Berufung eines oder einer Sucht- und Drogenbeauftragten für M-V.

Der oder die Beauftragte soll die Aktivitäten auf diesem Gebiet koordinieren und Regierung wie Parlament beratend zur Seite stehen. Weiterhin soll sie oder er dafür sorgen, dass die Bedarfe in der Sucht- und Drogenberatung erfasst werden und die Beratungs- und Hilfeangebote entsprechend angepasst werden. Eine vordringliche Aufgabe ist die Vorlage eines ‚Landesrahmenplans Suchthilfe‘, der gemeinsam mit Expertinnen und Experten zu erarbeiten ist. Dabei muss besonderes Augenmerk dem zunehmenden Suchtverhalten in Fragen der Mediennutzung gelten. Nicht zuletzt soll die oder der Sucht- und Drogenbeauftragte in periodischen Abständen einen Sucht- und Drogenbericht für M-V vorlegen, der jeweils zugleich immer auch Handlungsempfehlungen für politisches Handeln beinhalten soll.

Mit völligem Unverständnis hat meine Fraktion während der Anhörung zur Kenntnis nehmen müssen, dass etwa die Evangelische Suchthilfe bis dato trotz beschlossenen Haushalts noch keine Landesförderung erhalten hat. Auch hier zeigt sich die Diskrepanz zwischen Ankündigung und tatsächlichem Handeln der Regierung. Wir erwarten, dass die Landesregierung unverzüglich ihrer Verantwortung gerecht wird."