17. Februar 2017

Hunderte Referendarstellen in M-V unbesetzt

Auch mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres sind über 300 Stellen für zukünftige Lehrkräfte unbesetzt. So gucken hauptsächlich die Regionalen Schulen, Berufsschulen und Grundschulen in die Röhre. Jährlich bleiben hunderte Ausbildungsstellen für Lehrer unbesetzt. Dieser Umstand führt dazu, dass sich der Lehrermangel auf  ca. 400 bis 500 unbesetzte Stellen im kommenden Schuljahr erhöhen wird. Derzeit sind schon über 100 Lehrerstellen nicht besetzt. 

„Es ist eine Farce, wenn Ministerin Hesse behauptet, der Lehrerberuf habe in M-V eine Zukunft. Wenn sich nicht umgehend die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen ändern, wird die Ignoranz des Ministeriums dazu führen, dass sich weiterhin die Unterrichtsbedingungen für die Kinder und Jugendlichen verschlechtern. Die Klassen sind schon größer geworden, aber auch das verschweigt die Ministerin“, sagt Bildungssprecherin Simone Oldenburg.

DIE LINKE fordert, dass Referendare, die mit Beginn ihrer Ausbildung, mutterseelenallein vor das Klasse stehen, schnellstmöglich für die Hälfte ihrer Unterrichtsstunden durch eine erfahrene Lehrkraft begleitet werden.

„Es muss Schluss sein damit, die zukünftigen Lehrkräfte zu vergraulen, weil sie derzeit als preiswerte Lehrer genutzt werden“, so Oldenburg.