12. Oktober 2017

Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit muss Schwerpunkt sein

Auf Antrag der Linksfraktion fand heute im Wirtschaftsausschuss eine Anhörung zum Thema „Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit“ statt. Dazu erklärt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster: 

„Die Anhörung hat viele Positionen meiner Fraktion bestätigt. So ist es unter den Fachleuten inzwischen unstrittig, dass die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit nach wie vor ein Schwerpunkt für die Bundes- und Landespolitik sein muss. Alle Beteiligten sind sich nunmehr auch im Klaren darüber, dass der Eingliederungsaufwand im Vergleich zu den zurückliegenden Jahren heute deutlich höher liegt und die Integration länger dauert.

Unstrittig ist auch, dass dafür geeignete Instrumente sowie ausreichend finanzielle Mittel für einen langen Zeitraum zur Verfügung stehen müssen. Selbst die Vereinigung der Unternehmensverbände M-V fordert eine langfristige, auf möglichst nachhaltige Erfolge ausgerichtete Strategie. Unterschiedliche Auffassungen gibt es darüber, wie eine solche Strategie aussehen könnte. Einig waren sich die Experten dagegen, dass langzeitarbeitslose Männer und Frauen auf ihrem Weg in Arbeit intensiv betreut und begleitet werden müssen. Das Landesprogramm Bürgerarbeit wird aus unterschiedlichen Gründen skeptisch betrachtet. Kritisiert wurden u.a. der offenbar mit den Jobcentern wenig abgestimmte Start und die fehlende Arbeitslosenversicherung.

Insgesamt wurde heute deutlich: Wir brauchen auch auf der Landesebene einen Dialog darüber, wie die Integration langzeitarbeitsloser Frauen und Männer in den kommenden Monaten und Jahren gelingen kann. Erforderlich sind aus unserer Sicht ein neues Landesarbeitsmarktprogramm sowie geeignete Instrumente, wozu auch öffentlich geförderte Beschäftigung gehört. Nicht zuletzt müssen ausreichend finanzielle Mittel in die Hand genommen werden. Meine Fraktion fordert die Landesregierung auf, den dringend notwendigen Dialog im Bündnis für Arbeit zu führen und alle einzuladen, die zu diesem Dialog bereit sind.“