Nach Ansicht des Vorsitzenden der Linksfraktion, Helmut Holter, ist es höchste Zeit, dass sich SPD und CDU endlich von ihrem untauglichen Konzept der Theaterkombinate rechts und links der Autobahn Rostock–Berlin verabschieden.
„Das Konzept war von Anfang an zum Scheitern verurteilt“, erklärte Holter am Dienstag in Schwerin. Die geplante Soforthilfe, die auch die Linksfraktion vehement eingefordert hatte, sei das Eingeständnis der künftigen Koalitionäre, dass den Theatern das Wasser bis zum Halse steht. „Mit der Erarbeitung eines neuen Konzeptes für die Theater- und Orchesterstruktur handelt die künftige Landesregierung gleichwohl erneut halbherzig und inkonsequent.“ Bis 2020 sollen die Zuschüsse wie schon seit eineinhalb Jahrzehnten eingefroren bleiben, was vor dem Hintergrund der Tarifentwicklung und anderen steigenden Kosten de facto eine Kürzung der Mittel bedeutet. Letztlich hätten erneut die Kommunen den Schwarzen Peter.
„Der von der künftigen Landesregierung eingeschlagene Kurs bedeutet die weitere Streichung von Stellen, insbesondere für Musiker“, sagte Holter. Was als Neuorientierung daherkomme, sei nichts anderes als ein Eindampfen der Strukturen. „Erforderlich ist ein Dreiklang aus Soforthilfe, Dynamisierung der Finanzmittel und eine Einbindung der Theater und Orchester in ein gesetzlich verankertes Konzept zur Stärkung und Förderung der kulturellen Vielfalt“, betonte Holter.