Mit der Ablehnung des Antrages der Linksfraktion „Dezentrale Unterbringung von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern“ verweigert die Landesregierung erneut eine grundlegende Verbesserung der Situation von Asylsuchenden in Mecklenburg-Vorpommern. „Diese Menschen leben in der Regel in Gemeinschaftsunterkünften, auf etwa sechs Quadratmetern Wohnfläche, oft mit mehreren Personen in einem Zimmer“, erklärte der migrationspolitische Sprecher der Linksfraktion, Dr. Hikmat Al-Sabty.
Nach Ansicht von Al-Sabty müssen diese unhaltbaren, menschenunwürdigen Zustände beseitigt werden. „Die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften ist auf 12 Monate zu begrenzen und die Asylbewerberinnen und Asylbewerber sowie Geduldete danach in der Regel dezentral in städtischen Wohnungen unterzubringen“, forderte er. Die Ablehnung des Antrages seiner Fraktion sei nicht nur ein Hohn für die Betroffenen, sondern widerspricht auch dem Gebot der Wirtschaftlichkeit. „Es ist erwiesen, dass mit der dezentralen Unterbringung langfristig Kosten gesenkt werden können“, so Al-Sabty. „Mecklenburg-Vorpommern hat wieder einmal den Anschluss verpasst, denn dass es machbar ist, haben Bremen und andere Bundesländer längst vorgemacht.“