18. November 2011

Linksfraktion zeigt Flagge: Nein zu Gewalt gegen Frauen und Kinder

Der Vorsitzende der Linksfraktion, Helmut Holter, und der gleichstellungspolitische Sprecher der Linksfraktion, Peter Ritter, werden heute an der Auftaktveranstaltung zur Aktionswoche „Nein zu Gewalt gegen Frauen und Kinder“ in Schwerin teilnehmen. „Es ist erschreckend, wie hoch die Zahl der Frauen und Kinder nach wie vor ist, die unter häuslicher und sexualisierter Gewalt leiden“, sagte Holter am Freitag. „Die dokumentierten Fälle in den Beratungsstellen machen deutlich, wie wichtig Beratung und Hilfe, aber auch die Präventionsarbeit sind.“

Die Linksfraktion zeigt erneut Flagge gegen Gewalt an Frauen und Kindern. „Wie jedes Jahr machen wir bei der Fahnenaktion der Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes mit, um ein Zeichen zu setzen, dass niemand wegsehen darf. Wir sagen deutlich: Gewalt ist nicht zu akzeptieren“, sagte Ritter.

Nach Ansicht der beiden Linkspolitiker muss auch die Landespolitik aktiv gegen Gewalt gegen Frauen und Kinder vorgehen. „In den Beratungs- und Hilfseinrichtungen ist tendenziell ein steigender Bedarf zu verzeichnen, deshalb ist ein flächendeckendes Netz solcher Hilfsangebote unerlässlich“, so Holter. Die Beratungs- und Hilfestrukturen den Bedarfen anzupassen, wie es die Landesregierung anstrebt, könne deshalb nur heißen, die Strukturen auszubauen und zu stärken. „U.a. müssen die Angebote bei der psychologischen Betreuung der Opfer verbessert werden.“

„Gewalt gegen Frauen und Kinder ist kein Kavaliersdelikt, sie muss gesellschaftlich konsequent geächtet werden“, betonte Ritter. Darüber hinaus sei eine verlässliche Finanzierung der Opferhilfe- und -beratungsstellen anzustreben. „Zugleich muss der Zugang für alle Schutzsuchenden uneingeschränkt und barrierefrei möglich sein, unabhängig vom sozialen und rechtlichen Status.“