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31. Mai 2010 Pressemeldungen, Dr. Marianne Linke

Kinder sind unsere Zukunft – Kindern eine Zukunft geben!

Zum morgigen Internationalen Kindertag erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Dr. Marianne Linke:

„Die Sozialministerin sollte sich als Kinder- und Jugendministerin innerhalb der Lan­desregierung bzw. gegenüber dem Bund endlich dafür einsetzen, dass Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden. Sie müssen endlich Maßstab bei allen poli­tischen Entscheidungen werden, die Kinder und Jugendliche betreffen. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, sondern Menschen mit eigenen Ansprü­chen.

Kinder in Hartz-IV-Familien haben wie andere Kinder Anspruch auf  Kindergeld! Sie dürfen nicht länger aus finanziellen Gründen daran gehindert werden, in eine Sportgemeinschaft, ins Theater oder ins Museum zu gehen. Etwa 50 Prozent aller Kinder in Mecklenburg-Vorpommern erhalten den Elternbeitrag für die Kita erstattet. Diese finanzielle Last der Kommunen wiegt schwer und veranlasst manche Kommune, nur Teilzeitplätze zu finanzieren. Wir fordern Ganztagsplätze für alle Kinder, deren Eltern es wünschen.

Kindergärten und Schulen müssen ihren gesetzlichen Bildungs- und Erzie­hungsauftrag wahrnehmen können. Seit vier Jahren ruht die Weiterentwick­lung der Bildungskonzeption für die Kitas. Seit 2006 wurden die Mittel für die vorschulische Bildung dras­tisch gekürzt. Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrerinnen und Lehrer werden durch Unterbezahlung und zu große Kindergruppen demotiviert. So ist es vor allem ein Versagen der Kinder- und Jugendpolitik der vergange­nen Jahre, dass mittlerweile in Mecklenburg-Vorpommern 13 Prozent der Kinder eine Förderschule besuchen und die Sozialministerin Schwesig mit der No­velle des Kindertagesförderungsgesetzes die Beseiti­gung von Entwicklungs­defiziten zum Kern der Kindertagesförderung machen will. Die Steuergelder des Landes sollten endlich für eine klare inhaltliche Pro­filierung, für eine anre­gungsreiche Tagesgestaltung mit gut bezahlten, bestens ausgebildeten Erzie­herinnen, Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer verwandt wer­den. Kinder sind unsere Zukunft, aber auch unsere Gegenwart, in der sie die Vorausset­zungen erlangen, unsere gemeinsame Zukunft zu gestalten. Das braucht Zuwen­dung, Wissen und Geld.“