Zurück zur Startseite
26. August 2010 Pressemeldungen, Irene Müller

Kritik an KiföG bestätigt - keine chancengleiche Entwicklung aller Kinder

Im Rahmen der Klausurtagung der Linksfraktion besuchten die Abgeordneten Dr. Marianne Linke und Irene Müller am Donnerstagvormittag eine Kita in Bad Doberan

“Bei unserem Besuch bei den engagierten Erzieherinnen und Erziehern hat sich unsere Kritik an der Kita-Novelle und der Einführung der Bildungskonzeption für 0- bis 10-jährige Kinder bestätigt. Insgesamt wird zuwenig in die chancengleiche Zukunft unserer Kinder investiert und die zusätzlichen Mittel werden falsch eingesetzt. Die Umsetzung des Gesetzes ist ohnehin erst ab Januar 2011 schrittweise möglich.

Der defizitorientierte pädagogische Ansatz des Gesetzes entspricht nicht dem Stand moderner internationaler Forschungsergebnisse. Der Mitteleinsatz in ’Soziale Brennpunkte’ und die Elternbeitragsentlastung ignorieren die soziale Situation in Mecklenburg-Vorpommern. Im Land mit der größten Kinderarmut in der Bundesrepublik muss das Geld allen Kindern zugute kommen.

Die Diskussion um die Einführung der Bildungskonzeption für 0- bis 10-jährige Kinder offenbart die Konzeptionslosigkeit des Bildungsministeriums. Die Auflösung der Diagnoseförderklassen geht nicht einher mit der Stärkung der Grundschulen und behindert die chancengleiche Entwicklung der Kinder.

Die insgesamt falschen Ansätze von SPD und CDU werden zu Lasten der Kinder, Eltern und Erzieher durchgesetzt und wirft M-V kinder-, jugend- und bildungspolitisch zurück.”