Frau Präsidentin,
meine Damen und Herren,
Jahrestage bringen es mit sich, dass wichtigen Ereignissen oder Persönlichkeiten in besonderer Weise gedacht wird. Wie Sie unserem Antrag entnehmen können, liegt das Ereignis diesmal nicht 20, sondern 200 Jahre zurück: die Geburt Fritz Reuters, der Kunst und Kultur insbesondere Norddeutschlands nachhaltig beeinflussen und bereichern sollte.
Es ist folgerichtig, den 200. Geburtstag Fritz Reuters nicht nur für Stavenhagen, sondern für ganz Mecklenburg-Vorpommern zum Anlass für ein Fritz-Reuter-Jahr zu nehmen. Landtag und Landesregierung sollten die Würdigung des Lebens und Werkes dieses großen Sohnes unseres Landes nach Kräften unterstützen.
Und wenn nach einem Leitgedanken für dieses Fritz-Reuter-Jahr gesucht wird, so habe ich einen Vorschlag. Er lautet: „As uns` Herrgott de Welt erschaffen ded, füng hei bi Meckelnborg an.“ Dieser Satz stammt aus der unvollendet gebliebenen sozialkritischen Darstellung „De Urgeschicht von Meckelnborg“, mit der Reuter den Beginn der göttlichen Schöpfung in den Raum der mecklenburgischen Seenplatte verlegte.
Ich übersetze das so: Wenn es um Kreativität geht, dann sollte Mecklenburg-Vorpommern eine gute Adresse sein.
Nun etwas zu Lebensweg und Werk von Fritz Reuter.
Reuter is 1810 in Stemhagen, Mekelnborg up de Welt kamen. Sien Öllern wiern de Burmeister Georg Johann Jakob Reuter un sien Fru Johanna. Bit dat hei vierteihn Johr old wier, kreeg he private Ünnerwiesung. Denn keem he up de Latiensche Schaul in Friedland.
Dor bekem hei de Grunnlaag för siene demokratsche Instellung. Dat harr spärer denn bannigen Influss up sien Leven.