Frau Präsidentin,
meine Damen und Herren,
erwarten Sie jetzt bitte nicht, dass ich meinen Beitrag auf Plattdeutsch halte. Man sollte nur tun, was man wirklich kann.
Ich habe daher immer Herrn Dr. Ringstorff bewundert, wenn er als Schirmherr der Reuterfestspiele in Stavenhagen leicht und locker platt gesprochen hat.
Ich habe dagegen große Mühe, bei den alljährlichen Theaterstücken, die von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Stavenhagen selbst geschrieben und gespielt werden,
an den richtigen Stellen mit zu lachen…
Aber nicht deswegen habe ich mich zu Wort gemeldet.
Ich habe mich zu Wort gemeldet, weil schon vor der Landtagssitzung zu hören war, dass SPD, CDU und FDP unserem Antrag nicht zustimmen wollen.
Ich habe mich gefragt, was die Gründe dafür sein könnten.
Das glaube ich nicht, denn entsprechende Meldungen, gar konkrete Taten sind kaum vernehmbar.
Liegt also es
Da liegt wohl der Hauptgrund!
Und wenn dem so ist, stellen Sie sich, liebe Kolleginnen und Kollegen, ein provinzielles
und kleingeistiges Armutszeugnis aus.
Meine Damen und Herren,
wir begehen im nächsten Jahr ein weiteres
200. Jubiläum. Den 200. Todestag von Königin Luise.
Zu diesem Anlass wurde hier im Hohen Hause fraktionsübergreifend ein Beschluss gefasst.
In einer Pressemitteilung dazu zeigten sich die Abgeordneten Löttge und Kokert erfreut über den Beschluss des Landtages, die wirtschaftlichen und touristischen Chancen der länderübergreifenden Königin-Luise-Route künftig besser zu nutzen.
Ließen sich solche Effekte nicht auch durch eine Ehrung von Fritz Reuter erreichen?
Sollte das Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern nicht nur mit Wasser und Wald, hervorragenden Musikfestivals, Störtebeker-Festspielen oder der König-Luise-Route werben, sondern auch mit Fritz Reuter, seinen Wirkungsstätten im Land und seinen Werken?
Es gibt keinen vernünftigen Grund, dieses nicht zu tun
und Sie haben keinen vernünftigen Grund heute vorgetragen, der für eine Ablehnung unseres Antrages sprechen würde.
Dafür dominieren Unvernunft und Unkultur.
Meine Damen und Herren,
meine Heimatstadt, die Reuterstadt-Stavenhagen, hat den Start ins Reuter-Jahr vollzogen.
Bereits im Sommer habe ich Sie gemeinsam mit Stavenhagens Bürgermeister zu den Veranstaltungen im Reuter-Jahr eingeladen.
Vielleicht besuchen Sie ja die Reuterstadt im nächsten Jahr einmal.
Vielleicht werden Sie sich dann eingestehen, dass Ihre heutige Entscheidung nicht von Weitsicht getragen war.