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Prof. Dr. Fritz Tack

Als Spätstarter mit Vollgas in die Politik

Fritz Tack beschäftigt sich sein Leben lang mit Landwirtschaft

Die Zukunft des Landes ist ganz entscheidend mit der Zukunft der ländlichen Räume verknüpft. Ich werde mich deshalb weiter für ihre Stärkung und nachhaltige Entwicklung einsetzen. Die ländlichen Räume mit ihren reizvollen Landschaften bieten nicht nur Chancen für den Ausbau eines naturnahen Tourismus und der Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Hier arbeiten auch viele Landwirte, die hochwertige gesunde Nahrungsmittel produzieren. Herausforderungen ergeben sich u.a. aus dem wachsenden Bedarf an Lebensmitteln und Energie, die vor dem Hintergrund des Klimawandels, des Natur- und Ressourcenschutzes und der globalisierten Agrarmärkte gemeistert werden müssen. Hinzu kommt die Reform der gemeinsamen EU-Agrarpolitik nach 2013. Die Bindung der Direktzahlungen an ökologische Kriterien sowie Arbeitsplätze ist ein richtiger Schritt. Strikt abzulehnen ist aber die Kappung der Zahlungen ab einer bestimmten Betriebsgröße.  

 

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Als Spätstarter mit Vollgas in die Politik

Fritz Tack beschäftigt sich sein Leben lang mit Landwirtschaft

Professor Dr. Fritz Tack ist ein politischer Spätstarter. In einem Alter, in dem andere einen Gang zurückschalten, gibt er noch mal Vollgas. Als er 2006 erstmals in den Landtag zog, war er 64 Jahre alt. Seitdem ist er Sprecher der Linksfraktion für Agrarpolitik und ländliche Räume.
„Ich verstehe ein bisschen was davon“, sagt er und untertreibt damit wohl ein Stück. Sein ganzes Berufsleben lang hat er sich mit Landwirtschaft beschäftigt und dabei Anerkennung erworben. In der DDR und im vereinten Deutschland. Schon sein Abitur in Schwerin war mit dem „Facharbeiter für Feldwirtschaft“ verbunden. An der Universität Rostock studierte er dann Landwirtschaftswissenschaften. Die Mauer war gerade errichtet und der Kalte Krieg in vollem Gang. Die 60-er Jahre, lange her.
Damals wurden weibliche Kommilitonen noch mit „Fräulein“ angesprochen. Eines dieser „Fräulein“ begleitet ihn seither durchs Leben. Als Ehefrau und Mutter seiner drei erwachsenen Söhne. Partnerin ist sie ihm auch in politischen Fragen. Sie stamme aus einem sehr engagierten Elternhaus, sagt Fritz Tack. Schon als Oberschülerin trat sie in die SED ein. Er selbst dagegen war bereits 36 Jahre alt, als er 1978 um Aufnahme in die Arbeiterpartei bat.
Da hatte er sich längst für die akademische Laufbahn entschieden und promoviert. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitete er im damals noch jungen Forschungszentrum für Tierproduktion in Dummerstorf bei Rostock. Ohne das „richtige“ Parteiabzeichen war in der DDR jedoch kaum Karriere zu machen. Aber das sei für ihn nicht der Grund gewesen, in die SED einzutreten. „Es war mir selbst wichtig. Aus der Erfahrung am Institut. Aus den Diskussionen mit meiner Frau. Ich war überzeugt, dass die Entwicklung in der DDR die richtige ist.“ 1981 ging er als Hochschullehrer wieder an die Rostocker Universität, mit zweiter Promotion und Lehrberechtigung in der Tasche. 1987 wurde er Parteisekretär an der Sektion Landtechnik und im September 1989 in der Noch-DDR schließlich zum Professor berufen.
„Da hat man schon deutlich gemerkt, dass Veränderungen in der Luft liegen“, erinnert er sich. Dass die DDR wirtschaftlich am Ende war, das habe man auch an der Universität gespürt. An zu schlecht ausgebildeten Facharbeitern kann das seiner Meinung nach nicht gelegen haben. Auch die Ausbildung an der Universität sei gut gewesen. Aber nach der Wende standen die Agrarwissenschaften auf der Kippe. Mit Kiel gab es plötzlich einen Konkurrenten für das landwirtschaftliche Studium im Norden. Am Ende war Platz für beide. Die Sektionen wurden zwar aufgelöst, aber die traditionsreiche Agrarwissenschaftliche Fakultät neu gegründet, nun mit spezieller ökologischer und landeskultureller Ausrichtung. „So ein Alleinstellungsmerkmal ist überlebenswichtig“, sagt er.
Genau wie die Verbindung zur Praxis. „Wir hatten beim Bauernverband immer einen guten Stand“, betont er. Was sich wohl auch positiv auf die Abgeordneten auswirkte. „Es war 1991, die letzte Sitzung vor der Sommerpause“, erinnert er sich an einen Besuch im Landtag. „Das Parlament fasste einstimmig den Beschluss, unsere Ausbildung in Rostock zu erhalten.“ Damals nicht ahnend, dass er anderthalb Jahrzehnte später selbst im Parlament sitzen würde.
Zunächst war es ihm wichtig, dass die erreichten wissenschaftlichen Leistungen und Qualifikationen im vereinten Deutschland anerkannt werden. Was 1992 geschah. Vier Jahre später wurde Fritz Tack für zwei Perioden zum Dekan gewählt, bis 2004 war er Fachbereichssprecher für Agrarökologie.
Im gleichen Jahr, mit 62 Jahren, kandidierte er erstmals für ein kommunalpolitisches Parlament: den Kreistag Bad Doberan, dem er bis heute angehört. Als Vorsitzender der Thünengesellschaft, die sich dem Vermächtnis des Landwirts und Sozialreformers verschreibt, liegt ihm die nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume am Herzen.
Der Kreis Güstrow, in dem auch die Gesellschaft ihren Sitz hat, ist sein Wahlkreis. Im Parlament ist er nun Sprecher seiner Fraktion für Agrarpolitik und ländliche Räume.
Weil er eine Menge davon versteht.

Prof. Dr. Fritz Tacks Pressemeldungen
16. Mai 2013 Pressemeldungen/Prof. Dr. Fritz Tack

Linksfraktion lehnt Waldtausch-Vorhaben der Koalition ab

In der heutigen Agrarausschusssitzung wurde über den Antrag der Landesregierung zum Tausch von Landeswald bei Dabel gegen Wald der Unternehmerfamilie Rethmann im Bereich des Forstamtes Rothemühl entschieden. „Die Fraktionen von SPD und CDU haben unseren Antrag, mit einem weiteren Gutachten die unzureichend dargestellten Tauschwerte der Waldgebiete... Mehr...

 
15. Mai 2013 Pressemeldungen/Prof. Dr. Fritz Tack

Zustimmung zu Waldtausch erfordert fundierte Entscheidungsgrundlage

Die Linksfraktion sieht für die von der Landesregierung geforderte Zustimmung zum Waldtausch zwischen der Familie Rethmann und der Landesforstanstalt noch keine ausreichende Entscheidungsgrundlage. „In der von meiner Fraktion beantragten öffentlichen Anhörung im April hatte sich die Hälfte der eingeladenen Sachverständigen dahingehend geäußert,... Mehr...

 
24. April 2013 Pressemeldungen/Prof. Dr. Fritz Tack

Regierungskoalition stellt gutes Fischereigesetz auf wacklige Füße

Die Linksfraktion stimmt der heutigen Novellierung des  Landesfischereigesetzes grundsätzlich zu. „Wir haben auch den zügigen Beratungsprozess des Gesetzes unterstützt, damit die Angelvereine und Fischereibetriebe möglichst rasch eine sichere Arbeits- und Planungsgrundlage erhalten“, erklärte der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion,... Mehr...

 

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Reden im Landtag
25. April 2013 Rede/Prof. Dr. Fritz Tack

MdL Prof. Dr. Fritz Tack - Umwelt- und Gesundheitsschutz verbessern - Emissionen aus Tierhaltungsanlagen verringern“

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, beim vorliegenden Antrag geht es scheinbar salopp gesagt, „nur“ darum Schweineställen ab einer bestimmten Größe einen Abluftfilter zu verpassen. Dem Eindruck muss ich sofort widersprechen. In diesem Antrag geht es auch um die Zukunft der Tierhaltung, insbesondere der Schweinehaltung im Lande. Das ist... Mehr...

 
24. April 2013 Rede/Prof. Dr. Fritz Tack

MdL Prof. Dr. Fritz Tack - Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Landesfischereigesetzes und zur Änderung anderer Gesetze

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, durch die derzeit laufenden Beratungen und Delegierten-Konferenzen der Angler und Fischer zog und zieht sich wie ein roter Faden die Forderung an die Landespolitik nun endlich die Novellierung des Fischereigesetzes zu Ende zu bringen. Den Petrijüngern geht es vor allem um Planungssicherheit in der... Mehr...

 
22. März 2013 Rede/Prof. Dr. Fritz Tack

MdL Prof. Dr. Fritz Tack - Wettbewerbsfähige Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern - EU Agrarpolitik aktiv begleiten

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, Vielleicht ging es Ihnen wie mir, als ich den Titel des vorliegenden Antrages („Wettbewerbsfähige Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern- EU Agrarpolitik aktiv begleiten“) gelesen habe, und mir sagte, das kommt mir bekannt vor. Und tatsächlich es gibt schon einen Antrag der da heißt: „ GAP-Reform 2014... Mehr...

 

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