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Peter Ritter

Als Parlamentarischer Geschäftsführer bin ich stark eingebunden, die Abläufe und Geschäfte innerhalb und zwischen den Fraktionen zu organisieren. Nichtsdestotrotz werde ich mich weiterhin für Frieden und Demokratie engagieren und im Kampf gegen Rechtsextremismus nicht nachlassen. Ganz bestimmt werde ich auch das Ziel nicht aus den Augen verlieren, endlich eine tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen. Es gibt noch viele himmelschreiende Ungerechtigkeiten, die beseitigt werden müssen. Frauen müssen endlich gleich entlohnt werden wie Männer und endlich stärker in Führungspositionen vertreten sein. Das tradierte Rollenbild muss sich insgesamt ändern, hin zu einer selbst bestimmten Lebensweise für Frauen und Männer, bei der Beruf, Familie und Privates vereinbar sind. Dafür müssen sich noch mehr Männer einsetzen, denn Gleichstellung geht alle an. 

Sich ändern und sich trotzdem treu bleiben

Peter Ritter betritt öfter mal politisches Neuland

Manches ist anders, als es auf den ersten Blick scheint. Peter Ritter ist ein Mann, der für Frauen spricht. Ein ehemaliger NVA-Offizier, der sich dem Frieden verpflichtet fühlt. Und ein Parteivorsitzender der Linken, der einen „Freund" gern mal an die Leine nimmt.
Das alles hat seinen Sinn. Der 52-Jährige ist nämlich frauenpolitischer Sprecher der Linken im Landtag – eine Funktion, die er von Angelika Gramkow „geerbt" hat, die im Herbst 2008 aus der Fraktion ausschied, um Oberbürgermeisterin von Schwerin zu werden. Genaugenommen nennt er sich „Sprecher für Gender Mainstreaming", für Gleichstellung im weiteren Sinn also. Da muss sich der erfahrene Politiker nun nicht nur wie gewohnt mit innen- und friedenspolitischen Fragen, sondern auch mit Lohngerechtigkeit, der Gleichstellung auf dem Lande und der Arbeit von Frauen in der Kommunalpolitik beschäftigen. „Das eröffnet neue Horizonte", bekennt der Familienvater.

Aber politisches Neuland hat er in den vergangenen zwanzig Jahren schon öfter betreten – seit er nach dem Mauerfall die Politik zu seinem Beruf machte. Seinen alten Broterwerb hatte er im Herbst 1990 verloren. Pünktlich zum Tag der Einheit erhielt der langjährige SED-Genosse nach 13 Jahren bei der NVA seine Entlassungsurkunde. Politoffiziere galten von vornherein als nicht geeignet für die Bundeswehr. So stand er im vereinten Deutschland zunächst ohne Job da. „Ein komisches Gefühl, plötzlich nicht mehr gebraucht zu werden", meint er rückschauend, „und für 40 Jahre DDR verantwortlich gemacht zu werden, obwohl ich gerade 30 war."

Er will nun einen Neuanfang in der PDS – in der Partei, die ihm politische Heimat ist. Am 1. März 1991 tritt er seinen neuen Job an, als Leiter der PDS-Geschäftsstelle in Malchin. Er erinnert sich an grundsätzliche Diskussionen und schmerzhafte Erkenntnisse aus dieser Zeit. Einzusehen, dass es Unrecht gab in dem Land, das er ohne Zögern mit der Waffe in der Hand verteidigt hätte. Dass es Fehler gab im Großen und im eigenen Verhalten. „Ich bin sicher, solche tiefgreifenden Auseinandersetzungen mit der eigenen Vergangenheit, die gab es in keiner anderen Partei", sagt Peter Ritter und fügt hinzu: „Das Leben, das ich bis 1989 geführt habe, gehört zu mir. Ich betrachte es selbstkritisch. Doch ich verdamme es nicht." Erkenntnisprozesse müsse man jedem zugestehen.

So hat sich der Ex-Offizier nicht in die Lichterketten eingereiht, die gegen die Schließung des Bundeswehrstand-ortes in seiner Heimatstadt Stavenhagen protestierten – der Kaserne, in der er einst diente. Was ihm nicht nur Beifall einbrachte. Er setzte auf die Umgestaltung vom Militär- zum Gewerbestandort und sorgte dabei für die Unterstützung des Landes. „Militärberufe haben keine Zukunft", sagt er. Mittlerweile ist die von Ritter mitentwickelte 'gleitende Konversion' ein Exportschlager.

Anderen Überzeugungen jedoch ist er treu geblieben. Er glaube noch immer an eine gerechte Gesellschaft. Von der sei die heutige mit der tiefen Kluft zwischen Arm und Reich weit entfernt. Er ist überzeugt, dass die Linke seine Vision von Gerechtigkeit am ehesten umsetzen kann. Und freut sich, dass seine Kinder dies ähnlich sehen.

Tochter Susanne, die in seiner Geburtsstadt Riesa Eventmanagement studierte, ist Mitglied der Linkspartei. Wie auch Sohn Sebastian, 23 Jahre alt. Seine Frau Angelika, eine Betriebsrätin, ist seit 2004 als Abgeordnete in der Reuterstadt Stavenhagen aktiv. „Wir sind eine hochpolitische Familie", sagt Peter Ritter. Und freut sich darüber.

Ritter war von 2001 bis 2009 Landesvorsitzender seiner Partei und hat dieses Amt danach in jüngere Hände gelegt.

Kommunalpolitisch aktiv ist er aber geblieben. Er ist Mitglied im Kreistag des Landkreises 'Mecklenburgische Seenplatte'.

Übrigens ist es kein Parteifreund, den er gern an die Leine legt. Der Freund hat vier Beine und hört auf den Namen Karl-Heinz. „Unser Hauskater", erklärt Peter Ritter. „Der wartet nur darauf, dass ich sonntags mit ihm spazieren gehe."

Peter Ritters Pressemeldungen
2. September 2015 Peter Ritter/Pressemeldungen

Tatsächliche Willkommenskultur für Menschen in Not schaffen

Zur Entscheidung des Landesverfassungsgerichts in Greifswald, wonach NPD-Abgeordnete unter Auflagen die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Horst besuchen dürfen, erklärt der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Peter Ritter:  „Die Absicht der Klage durch die NPD ist ein durchsichtiges Manöver, Aufmerksamkeit für ihr... Mehr...

 
27. August 2015 Peter Ritter/Pressemeldungen

V-Leute-System hat versagt – abschaffen statt erweitern und stärken!

Zum Entwurf der Landesregierung für ein neues Gesetz zum Verfassungsschutz erklärt der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Peter Ritter (vgl. auch PM vom 19. August 2015):  „Sowohl Zeitpunkt als auch Inhalt des Entwurfes sind höchst befremdlich. Wenn sich der Gesetzentwurf vorgeblich an den Empfehlungen des... Mehr...

 
19. August 2015 Peter Ritter/Pressemeldungen

Land zieht Lehren aus NSU-Panne?

Zu den Gesetzesänderungen der Landesregierung in Hinsicht auf die Erkenntnisse des NSU-Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestages erklärt der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion Mecklenburg-Vorpommern, Peter Ritter: Mehr...

 

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Reden im Landtag
2. Juli 2015 Peter Ritter/Rede

Zum NPD-Antrag Grenzen dicht für Kriminelle – Schengen Abkommen aussetzen und stationäre Grenzkontrollen wieder einführen!

Frau Präsidentin,  meine Damen und Herren,  um Europa ist es derzeit nicht zum Besten bestellt. Neben Griechenland ist es vor allem die Flüchtlings- und Migrationspolitik.  Europas bisherige Halbherzigkeit wird die Flüchtlingsproblematik nicht dauerhaft lösen und auch die Ursachen für Migration von Bürgerkrieg bis Armut nicht... Mehr...

 
1. Juli 2015 Peter Ritter/Rede

Aktuelle Stunde „Null Toleranz bei Gewalt gegen Polizeikräfte!“

Frau Präsidentin,meine Damen und Herren,  mit dem von der CDU-Fraktion gewählten Thema der heutigen aktuellen Stunde wird eine Chance vergeben. Die Chance nämlich, dass sich die demokratischen Fraktionen ohne Wenn und Aber gegen Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten aussprechen können. Hierin sehe ich ein Gebot der Zivilgesellschaft, an... Mehr...

 
4. Juni 2015 Peter Ritter/Rede

Konzeption zur Förderung der Integration von Migrantinnen und Migranten in MV

Frau Präsidentin,  meine Damen und Herren,  wir haben in dieser Legislaturperiode schon oft über die Integration von Migrantinnen und Migranten, über die Ausgestaltung einer Willkommenskultur in unserem Land gesprochen.  Fast ausnahmslos waren Anträge der demokratischen Opposition Grundlage für diese Debatten. Fast ausnahmslos... Mehr...

 

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