Lange Straße 106
19230 Hagenow
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E-Mail: wkb@karen-stramm.de
Mitarbeiter: Hannelore Kryzak

Im Fokus meiner Arbeit stehen Menschen,die besondere Unterstützung brauchen - Menschen mit Behinderung, chronisch kranke und alte Menschen. Sie haben das Recht auf ein möglichst selbst bestimmtes Leben, eine chancengleiche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Leider ist dies in der Realität oft nicht möglich. Noch gibt es zu viele Barrieren, tatsächliche, aber auch in den Köpfen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass diese abgebaut werden und allen Menschen ein sinnerfülltes, gleichberechtigtes Leben möglich wird. Seniorenpolitik und Politik für Menschen mit Behinderung wird und kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie Bestandteil der Gesamtpolitik sind. Und ganz wichtig ist mir, Politik nicht nur für, sondern mit den Betroffenen zu machen. Ich freue mich, als Mitglied der größten Oppositionsfraktion, die verblassten politischen Farben durch kräftiges Rot aufzumischen.
Etwas bewegen für die Schwächeren
Karen Stramm will sich mit Ungerechtigkeiten nicht abfinden
Aktiv sein. Für Karen Stramm ist das selbstverständlich. Sei es in der Politik, in ihrem Garten oder beim Radfahren. Und das ist eben doch nicht selbstverständlich. Seit ihr Ärzte im Jahr 1994 eine Diagnose stellten, die ihr Leben und ein bisschen auch sie selbst veränderte: „Multiple Sklerose“, eine unheilbare Krankheit. Entzündungen im Nervensystem, die sich allmählich auf Körperbewegung und -empfindung auswirken. „Bald sitzt du im Rollstuhl“, ging ihr damals immer wieder durch den Kopf. Und plötzlich wurde für sie ganz real, was jeder in der Theorie weiß: Das Leben ist endlich. Es gibt Menschen, die zerbrechen an einer solchen Diagnose. Karen Stramm hatte die Kraft, einen anderen Weg zu gehen. „Und auch das Glück“, sagt sie heute. Glück zum Beispiel, dass ihre eigene Schwester Ärztin ist. Glück, dass schon 1995 ein neues Medikament zugelassen wird, das die Krankheit auf Abstand hält. Und Glück, dass Mann und Sohn an ihrer Seite stehen. Heute ist Aktivsein Lebenselixier für die 51-Jährige.
Mit der Erfahrung ihrer eigenen Geschichte entwickelte sie sich über die Jahre zur Gesundheitsexpertin. Versetzt sich hinein in das Leben von Menschen mit Behinderungen aller Art. Versucht, das Gesundheitswesen zu verstehen. Und merkt, wie schwer es gerade für Kranke und Schwächere sein kann, im Alltag zurechtzukommen. Sie will sich mit Ungerechtigkeiten nicht abfinden.
Womit wir bei ihrer eigentlichen Passion wären: der Politik, die ihr auch die Möglichkeit bietet, sich für ein gerechteres Gesundheitswesen einzusetzen. Seit gut zwanzig Jahren ist die gebürtige Güstrowerin in vielen ehrenamtlichen Funktionen tätig, bis 1994 zum Beispiel in der PDS-Stadtfraktion in Wittenburg, seit 2009 im Kreistag, der heute Ludwigslust-Parchim heißt. Dass sie in der und mit der Linken etwas bewegen kann, davon ist Karen Stramm überzeugt. „Ich komme aus einer Familie mit linker Tradition. Meine Großeltern waren schon vor dem Zweiten Weltkrieg Kommunisten und später dann in der SED.“ Sie setzten seinerzeit große Hoffnungen in den neuen Staat. Dem später dann auch das Enkelkind vertraute – das geboren wurde, als die Mauer gerade drei Tage stand. Mit 17, während ihrer Ausbildung am Gericht, lässt sie sich von der Staatssicherheit werben – für die Arbeit an der innerdeutschen Grenze bei Zarrentin. Ein Bürojob. „Da war viel Naivität dabei. Erst später habe ich begriffen, dass die DDR ihr eigenes Volk bewacht“, sagt sie mit dem Wissen von heute. Sie sei nicht stolz auf die Zeit. Aber sie verschweige ihre Vergangenheit auch nicht. Nach dem Fall der Mauer kehrt Karen Stramm inzwischen 28-jährig dahin zurück, wo sie beruflich mal angefangen hat: ans Gericht. Berufsbegleitend absolviert sie ein Fachhochschulstudium, das sie als diplomierte Rechtspflegerin abschließt.
Am Amtsgericht Hagenow war sie gut zwanzig Jahre unter anderem zuständig für Immobiliarzwangsvollstreckung. Ein bürokratischer Vorgang, doch hinter jedem verbarg sich ein menschliches Schicksal. „Eine Verschuldung kann jeden treffen, ganz gleich, welcher gesellschaftlicher Schicht er angehört“, hat sie erfahren. „Mir war es immer wichtig, die Betroffenen mit Würde zu behandeln. Mit ihnen eine Lösung zu finden, die ihnen einen Neuanfang ermöglicht.“
Sie habe den Beruf mit Leidenschaft ausgeübt, aber dann doch das Verlangen gespürt, noch mal etwas Neues zu wagen, die Politik zum Hauptberuf zu machen. Schließlich geht der Sohn als Maschinenbauingenieur längst seine eigenen Wege. Die richtige Zeit für Veränderung, dachte sie sich.
Karen Stramm schafft mit der Wahl 2011 auf Anhieb den Schritt in die Landespolitik. Sie arbeitet im Ausschuss für Gesundheit und Soziales. In dem Bereich kenne sie sich schließlich aus eigener Erfahrung aus. „Ich stehe dafür, dass sich hier im Land etwas zum Besseren wendet für Pflegebedürftige, Behinderte und ältere Menschen“, erläutert sie ihren Anspruch. Sie setze sich für Reformen ein, vor allem in der Pflegeversicherung. „Der Pflegeberuf muss attraktiver werden und die Ausbildung moderner“, wird sie nicht müde einzufordern. Die Ausbildung für Alten- und Krankenpfleger zusammenzulegen und bundesweit geltende Standards in der Pflege zu entwickeln, das wäre ihrer Meinung nach schon mal ein guter Anfang.
Nach Ansicht der sozialpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Karen Stramm, ist die Ankündigung des Bundes, das Sozialhilfeleistungsgesetz in der kommenden Legislatur zu novellieren, kein Grund, dieses Gesetz auf Landesebene lediglich fortzuschreiben. „Dieses Argument von Sozialministerin Schwesig ist nicht haltbar. Wir brauchen umgehend... Mehr...
Nach Angaben der sozialpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Karen Stramm, haben alle Sachverständigen heute in der öffentlichen Anhörung den „Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Sozialhilfefinanzierungsgesetzes und anderer Gesetze“ der Landesregierung scharf kritisiert. „In ihren Stellungnahmen bemängelten die Experten... Mehr...
Zu der gestern vom Sozialministerium veröffentlichten „Schweriner Erklärung zur Aufgabenstellung einer Pflegestrategie 2030 für Mecklenburg-Vorpommern“ erklärt die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Karen Stramm: „Ein abgestimmtes Vorgehen von Pflegebetrieben, Kommunen und dem zuständigen Sozialministerium ist seit langem... Mehr...
Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, ich zitiere aus dem 4. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. „Es ist Aufgabe der Politik, dafür zu sorgen, dass sich Armutsrisiken für bestimmte gesellschaftliche Gruppen nicht über Generationen verfestigen und dass Chancen zur sozialen Mobilität, das heißt zur Verbesserung der Lebenslagen,... Mehr...
Frau Präsidentin, meine verehrten Damen und Herren Abgeordnete, wer die letzten Aussagen hier im Landtag zu den Erwerbsminderungsrenten noch im Ohr hat, der wundert sich über eben hier getroffene Aussagen. Sie, Frau Ministerin Schwesig, müssten eigentlich unsere Forderungen unterstützen. Denn am 27. September vergangenen Jahres... Mehr...
Frau Präsidentin, meine verehrten Damen und Herren Abgeordnete, jeder fünfte Rentenzugang in der Bundesrepublik war in den letzten Jahren durch Erwerbsminderung verursacht. Von den Menschen, die im Jahr 2011 erstmals eine Erwerbsminderungsrente erhielten, waren 87 Prozent vollständig erwerbsgemindert. 13 Prozent gestand die Rentenversicherung nur... Mehr...