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Jeannine Rösler

Eine glaubwürdige und verlässliche Politik ist für mich stets auch mit einer vorausschauenden und soliden Finanzpolitik verbunden. Gerade wir als Linksfraktion werden ja gern als diejenigen hingestellt, die nur Geld ausgeben wollen. Dabei haben wir längst bewiesen, dass Rote schwarze Zahlen schreiben können. Ohne eine gute wirtschaftliche und finanzielle Basis im Land können auch wir unsere Vorhaben nicht umsetzen. Was mich besonders bewegt, ist die Tatsache, dass oft erst gehandelt wird, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Für frühe Förderung, rechtzeitige Hilfe und vor allem für eine gute Bildung für alle von Anfang an werden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene nicht die notwendigen finanziellen Mittel eingesetzt. Das ist unerträglich und auch ökonomisch widersinnig. Denn letztlich kostet Nachsorge viel mehr. Deshalb gilt es Umzusteuern: früh investieren statt spät reparieren. 

Langer Atem für die Politik

Jeannine Rösler läuft gern, damit der Kopf frei ist

Jeannine Rösler ist gern in Bewegung. Mit Radfahren und Joggen hält sie sich fit. „Das macht Spaß und den Kopf frei“, sagt die zierliche Mutter zweier Kinder. Zweimal im Jahr will sie es aber dann doch wissen. Dann läuft sie nicht nur aus Spaß, dann misst sie ihre Kräfte mit anderen Sportfreunden: Beim Halbmarathon im Frühjahr in Berlin und Anfang Juli beim Schweriner Fünf-Seen-Lauf. Wie das Ergebnis auch ausfällt, eines ist sicher: eine gute Kondition ist ihr auch im Alltag von Nutzen. Dass eine solche Eigenschaft für die Arbeit im Landtag nötig ist, weiß die 41-Jährige schon lange. Seit 1999 hat sie ihren Arbeitsplatz im Schweriner Schloss. Mehr als ein Jahrzehnt war sie als Finanz- und Wirtschaftsexpertin wissenschaftliche Mitarbeiterin der heutigen Linksfraktion. Doch nun hat sie die Perspektive gewechselt. Seit Beginn der 6. Wahlperiode im September 2011 ist sie Abgeordnete des Landtages, Sprecherin für Finanz- und Kommunalpolitik ihrer Fraktion. „Nach mehr als zehn Jahren wollte ich mich selbst noch stärker einbringen, die Möglichkeiten als Abgeordnete nutzen, auch etwas für meine Region zu verändern“, erklärt Jeannine Rösler ihre Motivation für die Kandidatur. „Das Metier ist mir vertraut. Ich habe ja über die Jahre den Abgeordneten zugearbeitet, Reden und auch Pressemitteilungen geschrieben.“ Jetzt steht sie selbst in der Öffentlichkeit. „Das ist schon eine Umstellung“, sagt die Frau mit der burschikosen Kurzhaarfrisur. Sie zweifelt nicht daran, dass ihr diese gelingt. Schließlich hat sie sich den Schritt gut überlegt. „Ich fühle mich in der Politik zu Hause. Die Arbeit ist jeden Tag anders. Man muss rasch auf aktuelle Fragen und Probleme reagieren. Langeweile kommt da nicht auf.“ Dass sie dabei auf Fachwissen zurückgreifen kann, überzeugt offenbar auch die Delegierten auf dem Nominierungs-Parteitag 2011 in Göhren-Lebbin. „Ich stehe für eine vorausschauende Finanzpolitik. Sie muss rechtzeitig reagieren, damit wir später nicht doppelte und dreifache Kosten haben. Das gilt für Bildung und Kultur genauso wie beim Schuldenmachen. Und ich kenne die Probleme der Städte und Gemeinden.“ Das hat überzeugt, die Genossen setzen sie auf einen vorderen Platz der Landesliste, der ihr den Einzug ins Parlament sichert. 

„Dass Linke verantwortungsbewusst mit Geld umgehen können, haben wir längst bewiesen“, sagt sie. Die theoretischen Grundlagen dafür holt sie sich nach dem Abitur in Berlin, wo sie kurz nach dem Mauerfall zunächst Volkswirtschaftslehre an der Humboldt-Uni studiert, dann aber an die Fachhochschule für Wirtschaft und Technik in Karlshorst  und in die Betriebswirtschaft wechselt, um als Diplomkauffrau abzuschließen. Als sie die Abschlussarbeit schreibt, wird ihre Tochter Josephine geboren, als sie die Arbeit gut zwei Jahre später verteidigt, ihr Sohn Marvin. Zwischendrin baut sie mit ihrem Mann Mike ein Haus in Tutow im damaligen Landkreis Demmin. Die gebürtige Teterowerin will unbedingt zurück in ihre Heimatregion. Auch wenn ein wohlmeinender Berliner Professor besorgt warnt: „Was wollen Sie denn in Mecklenburg-Vorpommern? Da gibt es doch nichts!“ 

Doch durch ihre Diplomarbeit, in der sie sich unter anderem mit Schiffbau und Werftenkrise in Bremer Vulkan-Zeiten beschäftigt, bekommt sie Kontakt zur Landespolitik - zum Wirtschaftsministerium und auch zur PDS-Fraktion. Seit 1991 selbst Mitglied in der Partei, fühlt sie sich bei den Genossen gut aufgehoben. Der Grundstein für die langjährige Zusammenarbeit ist gelegt. Sie erhält die Stelle einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin in der Fraktion. Mit der Familie zieht sie nach Schwerin, die Kinder gehen in einen evangelischen Kindergarten, ihr Mann arbeitet auf dem Bau. Und sie hat oft bis in die Abendstunden zu tun. Das neue Haus in Tutow steht in dieser Zeit  während der Woche leer. „Die neunziger Jahre waren anstrengend“, sagt sie rückblickend. Alles normalisiert sich, als die Kinder größer werden und der Familienrat entscheidet, den Lebensmittelpunkt ins „Familiennest“ nach Tutow zu verlegen. In Schwerin widmet sich die Finanzexpertin ganz der Arbeit, in Tutow der Familie. Jeannine Rösler verdient sich aber auch erste Sporen als Abgeordnete auf kommunaler Ebene – als Mitglied im Kreistag von Demmin und als sachkundige Einwohnerin. Heute gehört sie dem Kreistag von Vorpommern-Greifswald an. „Dort spürt man die Auswirkungen der Landespolitik genau“, sieht sie eine gute Symbiose zwischen beiden Mandaten. Alles unter einen Hut zu bringen, sei nicht immer leicht, meint sie. Aber mit einer guten Kondition schafft Jeannine Rösler das.

Jeannine Röslers Pressemeldungen
20. Juni 2014 Jeannine Rösler/Pressemeldungen

Nachvollziehbare Aktenlage ist das A und O der Arbeit im PUA

Mit der Vorbereitung der weiteren Zeugenanhörungen in der zweiten Jahreshälfte 2014 verabschiedet sich der Parlamentarische Untersuchungsausschuss (PUA) zur Insolvenz der P+S-Werften in die Sommerpause. „Der Ausschuss wird über die Befragung weiterer Zeugen beraten, die ab dem 1. September gehört werden sollen“, erklärte die Obfrau der... Mehr...

 
16. Juni 2014 Jeannine Rösler/Pressemeldungen

Alle Möglichkeiten der Rettung der P+S-Werften tatsächlich ausgeschöpft?

Zur heutigen Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) zur Insolvenz der P+S-Werften erklärt die Obfrau der Linksfraktion im PUA, Jeannine Rösler:  „Die beiden Zeugen, der Kautionsversicherer Michael Werner von der VHV und José Pérez Garcia, QBE, führten aus, dass sie 2012 von der Insolvenz der Werften überrascht worden... Mehr...

 
9. Mai 2014 Jeannine Rösler/Pressemeldungen

Nach wiederholten Steuermehreinnehmen: Bildung und Tilgung

Nach den zu erwartenden Steuermehreinnahmen in Höhe von 90 Mio. Euro in diesem und 40 Mio. Euro im kommenden Jahr fordert die finanzpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jeannine Rösler, den Haushalt weiter zu konsolidieren aber vor allem zeitgleich klug in die Zukunft zu investieren. „Selbstverständlich müssen die Schuldenlast und damit die... Mehr...

 

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Reden im Landtag
4. September 2013 Jeannine Rösler/Rede

MdL Jeannine Rösler - Erste Lesung des Gesetzentwurfes der Landesregierung Entwurf eines Haushaltsgesetzes 2014/2015 und eines Verbundquotenfestlegungsgesetzes

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, betrachtet man das Haushaltsgesetz 2014/2015 und das Verbundquotenfestlegungsgesetz 2014/2015 im Zusammenhang, dann ergibt sich zunächst folgendes Bild: Die finanzpolitischen Zielstellungen dieser Landesregierung sind in Hinblick auf die kommunale Ebene ein Armutszeugnis. Da hilft es wenig, dass die... Mehr...

 
20. Juni 2013 Jeannine Rösler/Rede

MdL Jeannine Rösler - Einbringung des Antrags "Neugestaltung des kommunalen Finanzausgleichs bis Anfang 2016"

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, gestatten Sie mir drei Vorbemerkungen. Aus Sicht meiner Fraktion wäre es zu begrüßen, wenn wir im Ergebnis der Aussprache gemeinsam feststellen könnten, mit dem vorliegenden Antrag würden wir offene Türen einrennen. Noch habe ich aber Zweifel. Gleichzeitig wäre es durchaus möglich gewesen, dass andere... Mehr...

 
31. Mai 2013 Jeannine Rösler/Rede

MdL Jeannine Rösler - Einbringung des Antrags "Tarifeinigung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst zeit- und inhaltsgleich auf die Beamten, Richter und Versorgungsempfänger übertragen"

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes leisten eine gute, eine engagierte Arbeit. Das gilt für Angestellte und Beamte gleichermaßen. Dieser Einschätzung würden sicher alle demokratischen Fraktionen zustimmen. Sie würden mir sicher auch zustimmen, dass diese Wertschätzung gegenüber allen... Mehr...

 

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