Wahkreisbüro

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Henning Foerster


Als Betriebsrat und Gewerkschafter war ich jahrelang mit den Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die Arbeitswelt konfrontiert. Die Sorgen der Leiharbeitnehmer, der allein erziehenden Frauen und der kurz vor der Rente stehenden Kolleginnen und Kollegen sind mir von daher bestens bekannt. Mir geht es darum, unsere Alternativen zu verdeutlichen und für sie zu streiten.

Mindestlöhne bei öffentlicher Auftragsvergabe,  Eindämmung der Leiharbeit, Rücknahme der Kürzungen bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik, unbefristete Übernahmen nach erfolgreicher Ausbildung, Konzentration der Fördermitteln auf Köpfe und Zukunftsbranchen, öffentlich geförderte Beschäftigung oder die Verankerung der Prinzipien guter Arbeit in den Leitlinien der Wirtschaftsförderung, das sind „meine“ Themen. In einem kompetenten Team hoffe ich mit jeder Menge Energie, Überzeugung, aber auch Spaß in den nächsten Jahren etwas für die Menschen im Land bewegen zu können.

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Gewerkschafter aus Familientradition

Henning Foerster liegen die Interessen der Arbeitnehmer am Herzen

Die Entscheidung fiel Henning Foerster nicht leicht. Weiter im Betriebsrat sein oder die Führungsposition im Unternehmen behalten? Als Teamleiter im Call Center der Deutschen Bahn in Schwerin hatte er fast 30 Mitarbeiter in der Abteilung. Gleichzeitig war er als Mitglied in der Arbeitnehmervertretung für deutlich mehr Kollegen verantwortlich. „Eine Zwitterposition“, so empfand er es. „Auf der einen Seite dem Arbeitgeber verpflichtet sein und auf der anderen Seite die Tarif-Interessen der Kollegen durchsetzen, das ist schwierig“, sagt er rückblickend. Ganz und gar unmöglich wurde diese „Zwitterposition“, als ihn die Belegschaft der DB Dialog Telefonservices GmbH 2006 zum Vorsitzenden des Betriebsrates wählte. Da stand seine Entscheidung aber längst fest.

 Der junge Betriebsratschef, der in Schwedt an der Oder aufwuchs, hatte schon viele Jahre Gewerkschaftsarbeit hinter sich. Für Eisenbahner sei die Mitgliedschaft Ehrensache, sagt er. Er setzte damit auch eine Familientradition fort. Waren doch Urgroßvater, Großvater und auch der Vater bereits Eisenbahner und Gewerkschafter. So tritt der gebürtige Thüringer, als er die kaufmännische Ausbildung bei der Bahn in Erfurt beginnt, ebenfalls sofort in die Gewerkschaft ein.

Seine Ausbildung dauert zweieinhalb Jahre. Da keine Chance auf eine Übernahme besteht, geht er bundesweit auf Arbeitssuche. Gemeinsam mit seiner Freundin, die noch heute seine Lebensgefährtin ist. Beide denken über einen Umzug nach Frankfurt am Main nach. Doch mit der eher kühlen Bankenmetropole wird das Paar nicht warm. Dort leben? Das können sich die zwei nicht vorstellen. Ganz anders der erste Eindruck von Schwerin, wo auch eine Stelle bei der Bahn frei ist. Keine Großstadt, aber doch belebt. Dazu ein breites Kultur- und Sportangebot, das ist dem leidenschaftlichen Fußballer wichtig. Vor allem freilich die „wunderbare Landschaft“ -  die Entscheidung für die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern fällt den beiden leicht. Zumal Henning Foersters Freundin studieren will und Rostock mit der Universität fast vor der Haustür liegt. Seit dem Jahr 1999 sind die beiden Wahl-Schweriner.

Die Arbeit im Call-Center der Bahn gefällt Henning Foerster von Beginn an. Doch der engagierte Gewerkschafter will mehr tun. Eines Tages klopft er beim Betriebsrat an. „Zur Überraschung der Kollegin dort“, erinnert sich der heute 36-Jährige. „Es passierte wohl nicht oft, dass junge Kollegen von sich aus nachfragten, ob sie mitarbeiten können.“ Bei der nächsten Wahl landet der Neuling noch auf einem hinteren Platz. Aber bald wird das Blatt neu gemischt und Henning Foerster doch noch Mitglied im Betriebsrat. Die „Zwitter“-Zeit beginnt. Bis er eben 2006 zum Vorsitzenden der Arbeitnehmervertretung gewählt wird.

Zwei Jahre zuvor schon hatte er zur damaligen PDS gefunden. Das war keine Selbstverständlichkeit für ihn. Denn das politische Herz des aktiven Gewerkschafters schlug zunächst für die Sozialdemokratie. „Als Kohl 1998 abgewählt und die SPD Wahlsieger wurde, knallten bei uns im Zug die Sektkorken“, erinnert sich Henning Foerster. Doch die Euphorie war bald verflogen. Vor allem die Hartz IV-Gesetze enttäuschten den jungen Mann. Seine Grundüberzeugungen stimmten nicht mehr mit denen der Sozialdemokratie überein. Einmal entschlossen, ergreift er wieder die Initiative und stellt sich im PDS-Büro der Stadt vor. Er will nicht nur passives Mitglied sein. Da die Kandidaten für die Kommunalwahl zu diesem Zeitpunkt schon feststehen, macht er erst mal Basisarbeit. In seinem Wohnviertel Schwerin-Krebsförden. Fehlende Müllcontainer sind dort genauso ein Thema wie fehlende Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche.

2009 schafft er dann den Sprung ins Parlament der Landeshauptstadt, arbeitet als Stadtvertreter und stellvertretener Fraktionschef der Linken. Der Schritt in den Landtag wirkt fast schon zwangsläufig. Nach engagiertem Wahlkampf als nahezu unbekannter Direktkandidat gegen starke Konkurrenz zieht der Newcomer im September 2011 über die Liste ins Schweriner Schloss. Und wird – na klar - Fraktionssprecher für Arbeitsmarkt- und Gewerkschaftspolitik. Weil ihm die Interessen der Arbeitnehmer eben am Herzen liegen.

Henning Foersters Pressemeldungen
17. April 2014 Pressemeldungen/Henning Foerster

Keine Kehrtwende in der Arbeitsmarktpolitik des Bundes

Nach Ansicht des arbeitsmarktpolitischen Sprechers der Linksfraktion, Henning Foerster, ist der Haushaltsentwurf  der Bundesregierung mit Blick auf die Arbeitsmarktpolitik mehr als ernüchternd. „Auch in MV herrscht prekäre Beschäftigung und eine verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit, die deutlich mehr und bessere Maßnahmen erforderlich... Mehr...

 
9. April 2014 Pressemeldungen/Henning Foerster/Jacqueline Bernhardt

Trotz aller Beteuerungen: Junge Familien sind für SPD/CDU kein Thema

Zur Ablehnung der Überweisung einer von der Landesregierung in Auftrag gegebenen Studie über „Erfolgsfaktoren und Hemmnisse bei der Einbeziehung junger Eltern in existenzsichernde Formen der Erwerbsarbeit in Mecklenburg-Vorpommern“ und der dazugehörigen Stellungnahme der Landesregierung in die Ausschüsse des Landtags erklären die... Mehr...

 
9. April 2014 Pressemeldungen/Henning Foerster

Sachgrundlose Befristung von Arbeitsverträgen endlich abschaffen

Der gewerkschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster,  begrüßt die Forderung des Arbeitnehmerflügels der CDU, die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverträgen endlich abzuschaffen. „Im Jahr 2011 wurden bundesweit 45 Prozent aller neu geschlossenen Arbeitsverträge befristet geschlossen, in Ostdeutschland waren es sogar... Mehr...

 

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Reden im Landtag
10. April 2014 Rede/Henning Foerster

MdL Henning Foerster - Beratung des Antrages der Fraktion DIE LINKE Freihandelsabkommen TTIP – Bedenken öffentlicher Verbände und Behörden ernst nehmen - Aussprache

Frau Präsidentin,werte Kolleginnen und Kollegen, TTIP hat viele Dimensionen, das zeigt schon unser Antrag, der sich auf die Stellungnahmen verschiedener Institutionen aus den Bereichen Umwelt, Arbeit und Kommunales bezieht, und das hat auch die Diskussion bis hier gezeigt. Es wird Sie nicht verwundern, dass ich mich als Gewerkschafter in der... Mehr...

 
9. April 2014 Rede/Henning Foerster

MdL Henning Foerster - Unterrichtung durch die Landesregierung Stellungnahme der Landesregierung zur Studie „Erfolgsfaktoren und Hemmnisse bei der Einbeziehung junger Eltern in existenzsichernde Formen der Erwerbsarbeit in Mecklenburg-Vorpommern“

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, es dürfte unter unstrittig sein, dass eine zentrale politische Aufgabe für die Landesregierung in der Schaffung der erforderlichen Rahmenbedingungen zur Sicherung des Fach- und Arbeitskräftebedarfes im Land besteht. Damit dies gelingen kann, sind alle Ressorts aufgefordert, die Gründe dafür zu ermitteln,... Mehr...

 
13. März 2014 Rede/Henning Foerster

MdL Henning Foerster - Antrag der Fraktion DIE LINKE Geringfügig Beschäftigte besser schützen – Perspektiven für den Übergang in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung schaffen - Aussprache

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, dass es Ihnen ganz und gar nicht in den Kram passt, hier immer wieder mit Themen konfrontiert zu werden, die Wasser in Ihren Wein von der gänzlich heilen Arbeitswelt in Mecklenburg-Vorpommern bedeuten, das kann ich nachvollziehen. Dennoch verspreche ich Ihnen, dass wir auch künftig die Baustellen... Mehr...

 

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